Vintage Unlimited

Warum wir mehr Second-Hand tragen sollten

Es ist soweit – wie in einem meiner letzten Beiträge angekündigt, gibt es heute einen  Entdeckungsbericht, der Shoppingqueens und Vintage – Liebhaberinnen gleichermaßen glücklich machen dürfte. Neben meiner Vorliebe für Second-Hand-Mode und der Wichtigkeit, auch in Bezug auf Kleidung nachhaltiger zu konsumieren, möchte ich euch einen ganz besonderen Shop vorstellen, welchen manche von euch vielleicht schon kennen. Wenn nicht – seht selbst.

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Und taucht ein in das kleine Schatzkästchen Pick’n Weight, einen Laden, in dem Ihr euren Einkauf ganz unkompliziert auf stylischen Vintage-Waagen wiegen und nach Gewicht bezahlen könnt. Das Konzept ist einfach, macht aber riesigen Spaß. Die Preise werden nach Farben und dem dazugehörigen Kilopreis klassifiziert, wobei der Kilopreis je nach Materialität und Qualität der Kleidungsstücke ausgerichtet ist.

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Die Farbtafeln sind gut sichtbar neben den alten Waagen im nostalgischen Industriestyle angebracht und berechnen mit Druck auf den richtigen Farbknopf den Preis, während wir schon mal einen Blick auf das ein oder andere Täschchen werfen dürfen.  Am besten lässt sich der Laden wohl in Bildern beschreiben, von denen ich, mit Erlaubnis einer der sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen, auch reichlich gemacht habe.

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Schon im Vorbeigehen fallen einem die stylisch dekorierten Schaufenster ins Auge, welche sofort das Bedürfnis wecken, sich ganz schnell durch die Glastür mit goldenen Lettern zu schleichen um dann am Ende mit dem ein oder anderen Vintage-Teilchen wieder hinaus zu huschen. Drinnen erwarten einen gedimmtes Licht, viele bunte Farben, Glitzer und cooles Interieur im Industry-Chic. Da hängen große Glühbirnen von der Decke, Schals sind in großen dunklen Truhen verstaut und zwischen Jeans und Cowboy Stiefeln stehen alte Schreibmaschinen.

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Trotz des hervorragend geordneten Chaos behält man hier stets den Überblick. Denn auch wenn der Laden beim Eintreten herrlich vollgeladen an Anziehsachen wirkt, findet man sich schnell zurecht und das scheinbare anfängliche Durcheinander an Schuhen, Schallplatten, Handtaschen und Abendkleidern entpuppt sich bei genauem Hinsehen als sehr durchdachte und liebevoll gestaltete Dekoration.

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Wer sich in Secondhand Läden bisher schwer getan hat, ein ganzes Outfit zusammenzustellen, dem ist auch hier geholfen. Alle Kleidungsstücke sind sowohl nach Farben als auch nach Stil sortiert, was einem langes Suchen auf Wühltischen und überladenen Kleiderständern erspart. So hängt schwarze,  glitzernde Kleidung in einer Ecke, während der Rest ebenfalls farblich abgestimmt sortiert ist. Auch ein Blick in die kleine aber feine Herrenabteilung lohnt sich. Hier können neben Oversize-Jeanshemden, schöne Retro-Weekender und Kleidung im Military-Style geshoppt werden. Schöne Schuhe, Accessoires, Tücher, Handtaschen sowie Retrobrillen gibt ebenfalls reichlich zu einem moderaten Festpreis.

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Die Filiale in der Schellingstraße, in welcher die Bilder gemacht wurden, hat übrigens eine fantastische Auswahl an Lederjacken und originalen Lewis Produkten. Wer derzeit also nicht ausreichend Geld hat, sich das neueste Modell im Lewis-Store zu kaufen, kann hier auf klassische Modelle zu einem Bruchteil des regulären Preises zurückgreifen.

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Das große Lob für dieses Unternehmen, Secondhandware auch im direkten Verkauf attraktiver machen zu wollen, entspringt dabei keiner Kooperation, freundschaftlichen Beziehungen zum Social Media Team von Pick N‘ Weight oder anderem, sondern rein aus der eigenen Überzeugung heraus, dass es unglaublich wichtig ist, auch im eigenen Konsumverhalten nachhaltiger zu agieren. Und mittels  nachhaltigem Kaufen wie es durch Second Hand zumindest teilweise der Fall wird, leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag. Denn auch kleine Änderungen von Gewohnheiten können in Summe einiges bewirken.

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An dieser Stelle möchte ich jedoch weder Moral-Apostel spielen oder mich selbst als besonders nachhaltig lebendes Vorbild hervorheben. Wer meinen Blog regelmäßig liest wird feststellen, dass ich selbst vorzugsweise Kleidung von H&M, Zara, Mango und Co trage, was zum einen daran liegt, dass nachhaltige Mode natürlich um einiges teurer, und (von einigen Designern sei mir an dieser Stelle verziehen) oftmals nicht meinen Vorstellungen von Stil entspricht. Selbstverständlich gibt es mittlerweile zahlreiche Beispiele für Labels die es verstehen modernes Design mit nachhaltiger Produktion sowie fair gehandelten Materialien zu verbinden. Secondhand bildet dazu allerdings eine günstige Alternative, bei der wir auf geliebtes, alt bewährtes zurückgreifen und währenddessen unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

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Fühlt euch herzlich gedrückt

Eure Natalie

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