Lissabon entdecken: Bairro Alto, Alfama und Mee(h)r…

Kennt ihr diese Städte in denen man sich schon Zuhause fühlt, kaum dass man den Flughafen betritt? – Lissabon gehört zu dieser Sorte und so kam es, dass ich mich auf dem Weg zum Gepäckband bereits ein klein bisschen verliebt hatte. Das Gefühl riss auch nicht ab, als wir in unserem wundervollen Appartement ankamen und als wir dann innerhalb der nächsten 10 Tage die Stadt erkundeten, war es irgendwie um mich geschehen.

Sollte ich Lissabon in wenigen Worten beschreiben so kämen mir als erstes die Worte: kreativ, hip, bunt und liebenswert in den Sinn. Während man durch die buntgefliesten Straßenzüge wandert hat man stets den Duft von Salzwasser in der Nase und hinter jeder Straßenecke warten neue Überraschungen.

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Insbesondere das Bairro Alto, das ehemalige Rotlichtviertel Alfama sowie der Cais do Sodré sollte man bei einem Kurzaufenthalt genauer unter die Lupe nehmen. Meiner Meinung nach, lässt sich eine Stadt am besten zu Fuß erkunden denn so kann man mitunter Plätze entdecken, die  wunderschön sind, im Reiseführer jedoch nicht unbedingt erwähnt werden.

 

Bairro Alto

Im Gegensatz zu früheren Städtetrips, in welchen wir mit Stadtplan gleich darauf los spazierten, haben wir uns dieses Mal für eine Free Walking Tour des Anbieters Sandemann entschieden. Zunächst war ich wirklich äußerst skeptisch: Sobald ich an Stadtführungen denke, kommt mir ein Doppeldecker mit sonnenbeschirmten Insassen in den Sinn, indem der Moderator das Mikrofon, monoton und viel zu laut mit Namen und Zahlen füttert. Von dieser Tour war ich demnach äußerst positiv überrascht, denn es erwarteten uns weder ein übersteuertes Mikrofon, noch ein langweiliger Tour-Guide, sondern aufgeweckte Atmosphäre sowie eine große Portion (spannender) Geschichtsunterricht. Währenddessen konnten wir sowohl kleine, als auch große Straßenzüge entdecken und erhielten dabei zahlreiche Tipps als Inspiration für den weiteren Aufenthalt. Denen die in kurzer Zeit möglichst viel über die Stadt erfahren möchten, kann ich diese Tour nur empfehlen, denn neben einzelnen Vierteln werden auch Touren zu unterschiedlichen Themen angeboten. Das Beste daran – für die Tour wird kein fester Preis verlangt, sondern jeder gibt das, was die Tour einem wert ist.

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Unsere Tour fand rund um das Bairro Alto statt und legte den thematischen Schwerpunkt auf das Erdbeben im Jahre 1755, welches zahlreichen Menschen das Leben kostete und weite Teile der Stadt zerstörte. Noch zeugen die Ruinen der Klosterkirche sowie Risse in den Häusern welche dem Erdbeben standhalten konnten, von diesem schicksalshaften Tag. Und doch, kann man sich in den friedlich wirkenden Gassen mit kunstvoll verlegten Fließen auf Wänden und Straßen kaum mehr vorstellen dass nahezu die gesamte Stadt dem Erdboden gleichgemacht worden war. Vielmehr könnte man das Bairro Alto heute als das Herz Lissabons bezeichnen. Während sich tagsüber vor allem Touristen und Shopaholics tummeln, füllen sich Straßen und Gassen des Nachts mit buntem Partypublikum. In vielen der kleinen Bars gibt es Live-Musik, welche von Jazz bis Charts nahezu für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Für Cocktails jeglicher Art zahlt man in den kleinen Sträßchen im Durchschnitt 4 Euro und wer genug von den überfüllten Straßen hat, kann sich mit seinem Becher einen schönen Aussichtspunkt suchen und Lissabon bei Nacht genießen.

 

Alfama

Das ehemalige Rotlichtviertel, ist auf einem Hügel gegenüber dem Bairro Alto gelegen und lädt mit zahlreichen kleinen Gassen und Treppenstufen zu einem ausgedehnten Stadtspaziergang ein. Von verschiedensten Aussichtspunkten hat man eine grandiose Aussicht über den Tejo sowie auf das Bairro Alto. Und auch Nachts ist in den vielen Fado – Lokalen einiges geboten. Tagsüber lohnt sich ein zweiter Blick auf Hauswände und alte Steinmauern, denn hier warten zahlreiche Graffitis darauf entdeckt zu werden. Für Street-Art-Fans wartet hier eine ganze Menge und so beschlossen wir ebenfalls den Museumsbesuch erst einmal sein-, und die Kunst an den Wänden Alfamas auf uns wirken zu lassen.

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Cais do Sodré

Wer Meeresluft schnuppern und den gigantischen Blick über den Tejo genießen möchte, ist am Cais do Sodré gut aufgehoben. Auf Liegestühlen oder direkt am Kai, lässt man bei einem Glas Eistee oder Limonade die Aussicht auf sich wirken und entspannt sich ein wenig. Von hier ist es nicht mehr weit zum Praça do Comércio, von dem aus es in die Shopping-Area zwischen dem Bairro Alto und Alfama geht.

 

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Nachdem ich euch heute ein paar schöne Plätze in Lissabon vorgestellt habe, wird sich der nächste  Beitrag zu meiner Reise, rund um das Thema Shopping, Mode und Design drehen. Außerdem zeige ich euch, wo ihr nach langen Erkundungstouren lecker und preiswert essen könnt.

 

Liebste Grüße

 

Eure Natalie

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